Fairer Halt in allen Lebenslagen – die Frage nach dem passenden BH

Kleine Möpse, große Möpse, dicker Bauch, dünner Bauch, Wespentaille oder Kastenform – seien wir doch mal ganz ehrlich, Menschen sehen nunmal verschieden aus. Frauen sehen nunmal verschieden aus. Nicht jeder kann ein volles Tequilaglas auf seinen Pobacken balancieren, nicht jeder kann spontan Springseil springen, ohne dass die Brüste gegen das Kinn schlagen und nicht jeder Bauch hält sich auf Fotos von der Seite dezent hinter der Oberweite zurück. Na und? Das bist du halt.

Ich gehöre zu denen die jederzeit Springseil springen können, nichtmal mit Lichtgeschwindigkeit würde da was gegen mein Kinn schlagen. An guten Tagen bliebt mein Bauch ordnungsgemäß hinter der Oberweite zurück – an Weihnachten nicht. Aber hey – das bin ich halt. Macht doch kein Stück was! Oder doch?

Doch macht das was. Und zwar beim Unterwäsche kaufen. Bügel-BH’s sind mir ein Graus, denn ausser Einschneiden, bewirken die bei mir wenig und irgendwie haben die auch nie die richtige Größe. Wenn man sich im herkömmlichen Dessous Geschäft umschaut und darauf hingewiesen wird, dass man ja „keinen braucht.“ – dann weiß man schon bescheid. Mini-Brust Alarm hat wieder zugeschlagen. Nö, man braucht ja auch keinen, das stimmt schon so. Aber man, also frau, möchte vielleicht einen. Einen schönen BH. Der gut sitzt. Natürlich nicht zwangsweise am Sonntag morgen. Oder am Dienstag Abend auf der Couch. Aber manchmal definitiv. Meistens definitiv. Ich möchte auch schöne Unterwäsche tragen und zwar unabhängig davon, ob ich diese Unterwäsche brauche, damit alles an seinem Platz bleibt. Sondern einfach, weil ich das mag.

Ich hab mich also da mal informiert und nach folgenden Gesichtspunkten gesucht:

  • BH zum Reinschlüpfen – also kein Verschluss hinten, der diesen entzückenden Abdruck hinterlässt, der mit viel Glück noch Stunden nach der erfolgreichen Entkleidung den Rücken ziert.
  • Fair Fashion – diejenigen, die den BH produzieren, sollen dafür auch vernünftig entlohnt worden sein
  • gute Optik – klein aber oho! sagt man so schön – und ich finde ein schöner BH sollte das leisten können.
  • angenehmes Tragegefühl – der BH soll nicht einschneiden, nicht oben „aufgehen“ (viele BH’s für kleine Oberweiten sind nicht gut geschnitten und klappen oben auf – man kann hineingucken, wenn man sich bückt…das sieht echt doof aus!)

Nach ein bisschen googlen war die Wahl ehrlich gesagt ziemlich leicht, denn Aikyou war das einzige Label, das mich in allen genannten Gesichtspunkten wirklich angesprochen hat. Ich habe also bestellt und gewartet. Und dann aufgeregt ausgepackt:

Der Versand

Der Versand ging schnell und da der BH im Umschlag kam, hätte der Postbote das ganze sogar in den Briefkasten werfen können, wenn ich nicht da gewesen wäre. Pluspunkt, denn man muss die Bestelltung schonmal auf jeden Fall nicht von der Post abholen. Kleiner Minuspunkt – ich würde es super konsequent finden, wenn es eine komplett ökologisch abbaubare Verpackung geben würde. Allerdings sollte man hier auch nicht päpstlicher sein, als der Papst finde ich – die Verpackungen sind ja recyclebar.

Das Produkt

Leider war das Produkt nicht komplett geruchsfrei, jedoch hat es auch keinen starken künstlichen Geruch verströmt. Ich habe den BH vor dem ersten Tragen mit Waschnussflüssigkeit bei 30 Grad gewaschen. (Inzwischen wasche ich mit Efeu, dazu findet ihr bald mehr hier auf dem Blog.) Der BH trocknet aufgrund des leichten Materials nach dem Waschen sehr schnell. Das Gewebe sieht sehr schön und edel aus, die Verarbeitung ist hervorragend. Der BH passt perfekt und schneidet kein bisschen ein. Er ist dehnbar und wiegt so gut wie nichts. Bei herkömmlichen BH’s hatte ich häufig das Problem, dass ich die Träger recht eng stellen musste, damit der BH nicht rutscht, dadurch hatte ich oft Abdrücke auf der Schulter oder das Gefühl, dass der BH drückt. Beim Aikyou BH gibt es das Problem überhaupt nicht. Außerdem schaut er super aus!

Der Trick für kalte Tage

Der BH ist zwar blickdicht, jedoch kann man die Nippel an kälteren Tagen durchaus sehen, da er nicht wattiert ist. Ich habe mir für diese Fälle einfach einen kleinen Trick überlegt:

Ich nehme einfach zwei kleine schwarze Polster aus einem Bikini-Oberteil heraus und stecke sie in den BH hinein. Aufgrund der hervorragenden Passform des BH’s bleiben sie den ganzen Tag an Ort und Stelle und man sieht nichts. Perfekt! Auf den Bildern trage ich die Polster nicht, die die ich nutze sind auch sehr dünn, also gerade richtig um unerwünschte Nippelei zu vermeiden, aber nichts aufzupushen was da gar nicht ist. 😉

Ein Beispiel, hier sind die Polster drin, man sieht das gar nicht:

Der Fairfashion-Aspekt

Zum Schluss noch ein paar Fakten über das Label, die mich überzeugt haben. Mehr könnt ihr hier nachlesen.

  • AIKYOU hat sich zum Ziel gesetzt zu bewusstem und verantwortlichem Wirtschaften beitragen.
  • Es gibt eine bestehende Anzahl an Produkten, die um neue Produkte erweitert wird, statt ständig wechselnde Kollektionen, die dazu führen, dass Kleidung unnötig weggeworfen wird.
  • Alle AIKYOU Teile lassen sich untereinander kombinieren und geben ein rundes Gesamtbild.
  • Die Marke verwendet ausschließlich nickelfreie Metall-Schließen.
  • Die verwendete Baumwolle ist Fair-Trade und wird nach GOTS Richtlinien gefärbt.
  • Derzeit sind noch einige Materialien enthalten, die nicht nachhaltig zu beziehen sind, hier wird auf eine Produktion in Europa geachtet. Zusätzlich sind diese Materialien nach dem Oeko-Tex® Standard 100 geprüft.
  • Alle Produkte sind vegan.
  • Auch in Bezug auf Marketing und Verpackung ist AIKYOU bemüht, sich auf regionale Anbieter zu beziehen.
  • Bei Büroabläufen und Versand achtet AIKYOU auf die Umwelt – so nutzen sie beispielsweise Grün-Strom und den DHL GoGreen Versand.

“Für unser Label haben wir uns von einem japanischen Frauennamen inspirieren lassen. AIKYOU bedeutet „Liebreiz, Liebe und Respekt“, ein Anspruch, der unsere Haltung insgesamt prägt. Von Anfang an stand für uns fest, dass wir nachhaltig handeln und produzieren wollten – wo immer es geht, in allen Bereichen unseres Unternehmens. Damit wollen wir zu einem bewussten, verantwortlichen Wirtschaften beitragen. So vermittelt AIKYOU auch in dieser Hinsicht ein gutes Gefühl.”

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