Das Badezimmer ist ein Ort, der häufig zur unentdeckten Müllproduktionsstätte wird. Makeup-Entferner, Ohrstäbchen, Tampons, Rohrreiniger, Seifenspender, Einmalrasierer & Co. sind fiese Müllquellen, die uns oft gar nicht richtig bewusst sind.

In der Reihe zum Thema wollen wir euch ein paar Einsichten geben, wie wir es angestellt haben, uns von den meisten dieser Dinge loszusagen und dabei unser Bad zu einem Ort zu machen, bei dem alle Gäste stets sagen: “Oh, ist das schön hier!” natürlich teilen wir wie immer auch unsere Fails und Probleme, denn ihr sollt nicht vor einer bunt schillernden perfekten Welt zurück schrecken, sondern motiviert werden, dass auch ein kleiner Schritt etwas ändern kann und es nicht immer um die große Perfektion gehen muss. Heute beginnen wir mir dem Thema, dass uns mindestens morgens und abends alle etwas angeht: Zähne putzen. Eine Alternative zur Zahnbürste aus Plastik ist etwas, über das wir uns fast als allererste Veränderung in unserem Badezimmer Gedanken gemacht haben. Ich hatte bei Lauren Singer von Trash is for Tossers gelernt, dass es so etwas überhaupt gibt. Eine Zahnbürste, die so wenig Plastikanteil (die Borsten) wie möglich beinhaltet. Die Borsten kann man zum Recyclen einfach auszupfen und in den Plastikmüll geben und den Bambus kann man auf den Kompost tun, in die Biotonne, oder einfach für coole Bastelideen verwenden.

Warum wir so auf die Hydrophil Bambus Zahnbürste von Wasserneutral stehen?

Hydrophil ist unsere erste Wahl, nachdem wir zuvor 2 mal Bambuszahnbürsten bei einem anderen Hersteller gekauft hatten. Diese Zahnbürsten hatten teils eine echt schlechte Qualität – einmal hat sich eine Zahnbürste sogar in der Mitte gespalten! Und die Zahnbürsten waren auch nicht wie bei Hydrophil aus einem Stück gefertigt. Die Hydrophil Zahnbürsten aus Bambus verlieren auch nicht so viele Borsten, wie die anderen, die wir zuerst hatten. Das ist echt wichtig, denn es ist schon ganz schön unangenehm, wenn man ständig Borsten im Mund hat. Mir ist sogar schon einmal eine im Zahnfleisch stecken geblieben. Außerdem sind sie robuster gegen Wasser bzw. Verfärbungen (sie bekommen keine komischen Flecken) und ich finde, dass sie auch besser riechen, als die anderen Bambus Zahnbürsten, die wir bisher so zu Hause hatten – aber das kann auch an mir liegen. Dazu kommt auch noch, dass Wasserneutral eine deutsche Firma ist und man zum Produkt somit leicht Rückfragen etc. stellen kann. Zusätzlich finde ich Webauftritt und Produktkatalog der Firma sehr stimmig, vertrauenswürdig und ansprechend, was man nicht von allen Anbietern solcher Zahnbürsten sagen kann.

Warum wir keine Lust mehr auf Plastikzahnbürsten hatten:

Plastik ist nicht so cool. Plastik, das nicht in die gelbe Tonne kommt, ist allerdings am wenigsten cool. Zahnbürsten werden zumeist in den Hausmüll geworfen. Da man im Schnitt etwa alle 3 Monate seine Zahnbürste wechselt (jedenfalls hab ich das im Kindergarten so gelernt 😉 ) könnt ihr euch den hübschen Haufen ausrechnen, den allein eine 3 köpfige Familie verursacht. Kleiner Tipp für die, Nicht-Rechenkünstler, es sind 12 Zahnbürsten. Für Deutschland konnten wir Zahlen von Colgate finden: 15 Millionen Zahnbürsten pro Jahr werden von der Firma verkauft. Schön für die Zahngesundheit, nicht so schön für die Umwelt, denn im Schnitt werden nur etwa 43 % des Plastikmülls wird recycelt und wieder verwendet. Der Rest landet auf der Müllkippe. (Q1) Und da liegen sie immer noch und warten seit Jahren. Seit Jahrzehnten. Alle deine Zahnbürsten – sofern sie nicht für die Strom- und Wärmeerzeugung verbrannt wurden.

Jedes Jahr werden etwa 4900 Tonnen Zahnbürsten im Jahr in Deutschland verbraucht, wenn man von 4 Stück pro Person ausgeht. Kombiniert mit der Info, dass nur 43 % recycled werden, benötigt man also jedes Jahr neues Plastik zur Herstellung von Zahnbürsten: genauer gesagt 2107 Tonnen. (Eine Rückführung des Plastiks aus dem Gesamtmüll ist dabei aufgrund der vielen Plastiksorten gar nicht so einfach gegeben.) Aber mal im Ernst, das sind vom Gewicht her echt viele Autowagen. Stellt euch den Haufen nur mal vor… In einer Zahnbürste sind etwa 0,3 Liter Rohöl verarbeitet. Also kommen wir insgesamt auf 96.294.369 l an Rohöl im Jahr nur für Zahnbürsten. (Q2) Natürlich ist so eine verabsolutierte Statistik immer so eine Sache, aber die Mathematik spricht Bände, selbst wenn eine Million Menschen bereits Bambus Zahnbürsten nutzen würden und wir die großzügig rausgerechnet hätten, wäre da nicht viel daran zu rütteln, dass diese Zahlen zum Nachdenken anregen.

Schön und wild und wunderbar - Tipps um mit der neuen Badezimmerschönheit richtig umzugehen

Eine Zahnbürste aus Bambus ist etwas anders zu behandeln als die Schwester aus Plastik. Wobei es vielleicht treffender wäre, sie als den komischen Onkel zu bezeichnen, der auf jeder Familienfeier dabei sein muss und eigentlich nichts schlimmes tut, aber allen irgendwie unangenehm ist. Bambus ist sexy, Plastik nicht. Die neue Zahnbürste solltet ihr nicht in einen Zahnputzbecher stellen. Da Bambus ein natürliches Material ist, kann es von Wasser beeinflusst werden und beispielsweise aufweichen oder schimmeln (dafür müsst ihr es aber schon ordentlich im Wasser stehen lassen!) Wir benutzen einfach eine schöne Unterlage aus Beton, die wir schon lange haben. Alternativ könnt ihr den Zahnbürstenhalter von Hydrophil bestellen, einen selbst bauen, oder einfach die Zahnbürsten und den Becher nach dem Nutzen abtrocknen.

Die Zahnbürsten in natur, wie wir sie haben, sind zwar schön minimalistisch, sehen aber eben auch echt gleich aus. Wir haben ganz einfach in den Boden der einen Zahnbürste mit der Spitze einer Nagelfeile ein kleines Loch gebohrt – markiert, fertig! 🙂

Ansonsten sind die Zahnbürsten wunderbar robust, ihr könnt sie ganz normal verwenden, wie ihr es gewöhnt seid. Sie haben eine etwas andere Form, die evtl. anfangs ungewohnt für euch ist (mich stört es nicht) und sie riechen himmlisch nach Spa-Wellness-Träumen. (Und für die Ikea-Fans – sie passen perfekt zur Bambus-Linie von denen, wozu es eine passende Seifenschale etc. gibt).

Also ran ans Stöckchen!

Wenn ich früher eine neue Plastikzahnbürste aus ihrer Verpackung befreien konnte haben die immer irgendwie nach Plastik gerochen und manchmal auch danach geschmeckt. Auch Bambuszahnbürsten sind nicht perfekt. Aber ein Haufen Borsten ist viel, viel kleiner, als ein Haufen Bürsten. Und die gehen natürlich ab in die gelbe Tonne und nicht einfach in den Hausmüll. Wir können Hydrophil von ganzem Herzen empfehlen, ich hoffe ihr bald auch!

“Wir sind Christoph, Sebastian & Wanja, drei Freunde aus der Hansestadt Hamburg. Wir sind die Gründer von HYDROPHIL, Deiner Marke für innovative nachhaltige Hygieneprodukte. Mittlerweile haben wir uns bei HYDROPHIL auf Artikel aus dem W.A.S.H. Segment (Water, Sanitation & Hygiene) spezialisiert und versuchen Euch im Alltag mit wasserneutralen, veganen und fair produzierten Produkten für einen nachhaltigeren Konsum zu sensibilisieren. “

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Quellen:
Q1: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/probleme-beim-recycling-wettkampf-um-den-muell-1.1975245
Q2: http://elsegundo.chevron.com/abouttherefinery/whatwedo/whatisinabarrelofoil.aspx